Die Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin, Homburg (Saar) wurde mit 5 bewertet, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste Bewertung ist. Es haben bisher 4 Patienten eine Bewertung abgegeben.
chinesische dermatologie
dr. med. katrin schumacher
Residualbeschwerden in verschiedensten Organbereichen bekannt. Die Traditionelle Chinesische Medizin hat
Möglichkeiten, diese Beschwerdekomplexe anzugehen, insbesondere mit Akupunktur und indiviuellen
Heilkräuterrezepten:
Beschwerdebilder infolge einer COVID 19-Infektion können sein:
I. Lungensymptomatik mit Atemnot, Husten, Brustschmerzen
II. Erschöpfung, Schlafstörungen
III. neuromuskuläre Schmerzen v.a. in den Beinen, aber z.T. auch Kopfschmerzen, Gelenkentzündungen bzw.
Gelenkschmerzen
IV. kognitive Einschränkungen, Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Brain Fog,
Schwindel
V. Haarausfall, Alopezia areata oder totalis
VI. anhalte Geruchs- oder Geschmacksstörungen
VII. Beschwerden im Verdauungstrakt
VIII. Sehstörungen
Die Entstehung des Post-/Long-COVID-Syndroms ist nicht geklärt, sie ist multifaktoriell und bei einzelnen Patienten
unterschiedlich. Mögliche Faktoren sind langdauernde Gewebeschäden, Persistenz von Viren oder Virusbestandteilen
sowie eine Entzündung und/oder Autoimmunreaktionen.
Ansatzpunkte nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei Long-Covid/Post-Covid:
I.
Schwäche im Nierenfunktionskreis (Nieren yang, evtl. auch Nieren yin.)
Die Nieren bergen aus Sicht der TCM das körpereigene yin- und yang-Depot. Die linke Niere birgt das
yin, die rechte das yang. Bei konsumierenden Erkrankungen wie einer COVID-Infektion wird häufig
die Nierenenergie verbraucht. Hier hat die Traditionelle Chinesische Medizin die Möglichkeit mit
Heilkräutertees, Akupunktur und Ernährungsempfehlungen den Wiederaufbau der Nierenenergien
zu unterstützen. Insbesondere Kraftbrühen (Hühnerbrühe, Rinderbrühe - auch unter Hinzugabe
einzelner Heilkräuter z.B. Ginseng) können hier unterstützend wirksam sein. Schwarzer Sesam ist
ebenfalls hilfreich, die Nierenenergie wiederaufzubauen. Er lässt sich z.B. gut in Backwaren
einarbeiten. Nieren-yang stärkend sind z.B. getrockneter Ingwer und Zimt.
II.
Qi-Schwäche oder Säftemangel im Lungenfunktionskreis bei Long-COVID
Die Abwehrenergie, das "Wei Qi", wird nach Traditioneller Chinesischer Medizin dem Lungenfunktionskreis zugeordnet.
Auch hier kann nach durchgemachten Infekten auch nach einer COVID19 Infektion ein Schwächezustand
zurückbleiben, den man u.a. mit chinesischen Heilkräutern wiederaufbauen kann. Eine berühmte Rezeptur, zur
Stärkung des Abwehr-Qi, ist das "Pulver gegen Wind aus Jade" (Rezeptur s.u.) welches man auch vorbeugend zur
Stärkung der Abwehrkräfte einsetzen kann. Den Fluss des Lungen-Qi (z.B. bei Atembeschwerden oder Husten) kann
man mit Akupunktur zu regulieren versuchen. Ein Säftemangel im Lungenfunktionkreis kann zu trockenen
Schleimhäuten und Reizhusten führen. Auch die Haut kann trocken sein. Dies tritt z.B. infolge von langandauernden
Entzündungen auf. Eine hier häufig eingesetzte Rezeptur ist das "Ophiopogonum-Dekokt".
III.
Blut-Stase / Leitbahn- und Netzleitbahn-Blockade als Folge von einer COVID19-Infektion
Leitbahn- und Netzleitbahnblockaden lassen sich mit Akupunktur behandeln. Insbesondere bei Blut-Stase sollten aber
aus Gründen der Effektivität auch Heilkräuter eingesetzt werden. Hierzu hat die Traditionelle Chinesische Medizin ein
sehr umfassendes Repertoire an Einzelarzneien, die man für den Patienten individuell kombinieren kann, oder
klassische z.T. mehrere Jahrhunderte alte Rezepturen zur Lösung der Blut-Stase. Viele Patienten - insbesondere, aber
nicht nur - im höheren Alter haben bereits Blut-Stase Zeichen, welche die Zunge sehr häufig zeigt. Insbesondere die
Venen unter der Zunge (aber auch die Farbe des Zungenkörpers) geben Aufschluss über den Durchblutungszustand.
Dies kann auch jeder bei sich selbst grob überprüfen. Aus meiner Sicht sind gerade Patienten mit vorbestehender Blut-
Stauung besonders gefährdet bezüglich schwerer Verläufe einer Covid 19-Erkrankung, so dass man dies auch
vorsorglich behandeln kann.
IV.
Hitze-Befunde, z.T. Hitzetoxine bei Long-COVID
Nach entzündlichen Erkrankungen wie z.B. bei Viruserkrankungen bleiben häufig noch Resthitzebefunde zurück. Diese
Hitze kann sich z.B. in Organen zeigen (z.B. Magen - starker v.a. nächtlicher Durst oder auch im Herz - Unruhe, Delir,
Schlafstörungen), aber auch in verschiedenen "Ebenen" des Körpers, die nicht an Organe gebunden sind z.B. in der
Blutebene oder in der Ebene der Abwehrenergie. Neben Hitze-Befunden liegen z.T. Feuchtigkeit und z.T. auch Toxine
vor, die es zu eliminieren gilt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) geht diese Befunde mit einer Kombination
von Akupunktur und Heilkräuterbehandlung an. So gibt es zahlreiche Arzneien, die geeignet sind, aus bestimmten
Organen oder z.B. der Blutebene Hitze oder Toxine auszuleiten. Zum Kühlen der Blutebene nimmt man häufig die rote
Pfingstrosenwurzel, zum Toxinausleiten bspw. Kräuter wie Löwenzahnwurzel oder Chrysanthemen- oder
Geißblattblüten.