Die Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin, Homburg (Saar) wurde mit 5 bewertet, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste Bewertung ist. Es haben bisher 4 Patienten eine Bewertung abgegeben.
Krankheitsprävention. Darüberhinaus unterstützt das Beachten einiger Ernährungsempfehlungen die Wirksamkeit der
chinesischen Arzneimitteltherapie im Krankheitsfall. In einigen Fällen ist sogar eine alleinige Therapie durch
Nahrungsumstellung ausreichend.
In der chinesischen Medizin sind die Übergänge zwischen Arznei- und Nahrungsmitteln fließend. Beispielsweise
werden Zimt, Ingwer, bestimmte Datteln, Weizen oder Senfsamen häufig in Arzneimittelrezepturen eingesetzt.
Umgekehrt finden chinesische Arzneimittel wie beispielsweise Engelwurz (Angelica) Verwendung in der alltäglichen
Küche z.B. bei der Zubereitung von Kraftbrühen. Solche Brühen mit chinesischen Arzneimitteln sind nach langer
Krankheit oder nach der Geburt sehr nützlich, um den Körper zu kräftigen.
Viele Patientin leiden heutzutage unter Verdauungsstörungen, häufig als Reizdarm beschrieben. Nach der
chinesischen Ernährungslehre ist Patienten allgemein zu raten, lieber Gegartes als Rohkost und lieber warme Speisen
als eiskalte zu sich zu nehmen, um so das “Verdauungsfeuer” zu erhalten und zu aktivieren. Dies ist auch das Prinzip
der Ernährung bei Übergewicht. Kalorien werden in der chinesischen Medizin nicht gezählt.
Zur Ernährung im Rahmen der chinesischen Dermatologie:
Wie oben beschrieben ist der wichtigste Therapiebestandteil der Hautheilkunde nach Traditioneller Chinesischer
Medizin (TCM) die Arzneimitteltherapie (auch chinesische Phytotherapie genannt). Allerdings sind die Grenzen
zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nicht so streng
gezogen. So dass auch Nahrungsmittel in Arzneimittelrezepturen und Arzneimittel in der Ernährung Anwendung
finden. Bekommt ein Patient allerdings bereits eine Rezeptur chinesischer Heilkräuter zur innerlichen Anwendung, ist
es meist nicht nötig auch Arzneimittel dem täglichen Essen zuzugeben.
In diesem Fall beschränkt sich die chinesische Ernährungslehre auf die nicht weniger bedeutende Auswahl der
Nahrungsmittel. Dabei geht es keineswegs darum, asiatische Nahrungsmittel in den Speiseplan aufzunehmen,
sondern darum, die genutzten - auch europäischen - Nahrungsmittel entsprechend der Lehre der Traditionellen
Chinesischen Medizin (TCM) passend zum Krankheitsbild auszuwählen.
Jedes Nahrungsmittel ist wie ein Arzneimittel charakterisiert und entsprechend in der Ernährung nach TCM einsetzbar.
In der Hautheilkunde (Dermatologie) nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist die
wichtigste Bedeutung der Ernährung, solche Nahrungsmittel einzuschränken oder zu meiden, welche das Hautbild
verschlechtern. So gibt es Nahrungsmittel, die die Hautrötung verstärken können (wie beispielsweise Alkohol, scharf
gewürzte Speisen oder Wildfleisch wie Lamm, Hirsch, ...), solche, die das Nässen und die Krustenbildung von
Hautläsionen fördern (wie z.B. große Mengen Rohkost oder Fruchtsäfte und Milchprodukte) und andere, die Juckreiz
fördernd wirken (wie z.B. Garnelen, Mango, Entenfleisch, ...).
Meist genügt es, wenn Patienten, entsprechend ihrer chinesischen Diagnose, die vorher unbedingt von einem
Therapeuten gestellt werden sollte, in der Ernährung die Nahrungsmittel meiden, die sich besonders nachteilig
auswirken.
In einem zweiten, aber vielleicht weniger wichtigen Schritt, kann man dann auch noch mit sich positiv auswirkenden
Nahrungsmitteln die Behandlung der jeweiligen Beschwerden fördern. Bei Hautrötung können hier beispielsweise
Tomaten oder Auberginen hilfreich sein. Auch zur Behandlung von nässenden Hauterscheinung kann man
Ernährungsempfehlungen aussprechen, die diese lindern. Dazu gehört der Einsatz von Maisbarttee, Buchweizen oder
grünem Tee.
Das therapeutische Vorgehen kann nur im direkten Gespräch mit dem Therapeuten für den Einzelfall festgelegt
werden. Die obigen Ausführungen können daher nur als Überblick über das Vorgehen in der Traditionellen
Chinesischen Medizin (TCM) im Allgemeinen bzw. der chinesischen Dermatologie im Speziellen betrachtet werden.
chinesische dermatologie
dr. med. katrin schumacher